Gesellschaftlich in der Religion
oder
religiös in der Gesellschaft leben?
(Kritische Beobachtung aus der Sicht
eines orthodoxen Bischofs)Einführung
Zuerst möchte ich den
Organisatoren dieses Symposiums für die Initiative gratulieren, in einem
solchen Rahmen eine so aktuelle Problematik zur Debatte zu stellen, in einem
Moment der Geschichte, in dem die Menschheit ihre Orientierung in großem
Maße verloren zu haben scheint. Ebenfalls möchte ich mich für das Vertrauen
und die Ehre, heute Abend vor Ihnen sprechen zu dürfen, bedanken.
Was meinen Beitrag betrifft,
werde ich aus einer persönlichen, pastoralen Perspektive sprechen, ohne den
geringsten Anspruch zu erheben, alle Seiten eines so umfangreichen Themas
zur Sprache zu bringen. Und zwar spreche ich von der Position eines
orthodoxen Bischofs, der in Rumänien während des atheistisch-kommunistischen
Regimes geboren wurde und die von diesem Regime aufgezwungenen Entbehrungen
und Indoktrinierung erlitten hat. Nun arbeite ich im Dienst der
rumänisch-orthodoxen Kirche in Deutschland mitten in der westlichen
Konsumgesellschaft und bin Zeuge der schnell fortschreitenden
Säkularisierung im Osten und des zunehmenden Atheismus im Westen. Erlauben
Sie mir, eine ganz kleine Korrektur des Titels meines Beitrags vorzunehmen.
Und zwar werde ich aus der Sicht eines orthodoxen Mönch-Bischofs sprechen,
eines Bischofs, der 12 Jahre als Mönch gelebt hat, der auch im Bischofsamt
Mönch geblieben ist, und der sich freut, das Mönchtum so authentisch wie
möglich zu leben, weil es für mich Leben bedeutet, atmen zusammen mit Gott,
im Rhythmus Gottes. In der orthodoxen Kirche sind alle Bischöfe Mönche. Sie
werden aus den Reihen der Mönche gewählt, und wenn einer, der kein Mönch
ist, zum Bischof gewählt wird, muss er zuerst die monastische Profess
ablegen und erst daran anschließend darf er zum Bischof geweiht werden. Auf
diese Weise will die orthodoxe Kirche alle ihre hohen Würdenträger in der
echtesten orthodoxen Tradition bewahren, beseelt von den höchsten Idealen
des Christentums. Wir wissen nämlich sehr gut, dass nach dem Ende der
Verfolgungen das Mönchtum der nennenswerte Versuch in unserer Kirche
darstellt, ein solches Leben zu führen, in dessen Zentrum Jesus Christus als
Herr und Gott steht.
Genesis der
Thematik
Als Mönch habe ich zwischen
1990 und 2002 in einem Kloster im Herzen Rumäniens gelebt, am Fuß des Berges
Făgăraş, in der Nähe der Ortschaft Sâmbăta de Sus. Das Kloster heißt
Brâncoveanu, nach dem Namen seines Gründers, Constantin Brâncoveanu, der
Fürst der Walachei war und es samt seinen vier Söhnen und seinem
Schwiegersohn vorgezogen hat, eher den Märtyrertod zu erleiden, als seinen
Glauben zu verraten und zum Islam überzutreten. Im Jahre 1785 wurde das
Kloster, aus dem ich komme, durch die Kanonen der habsburgischen Herrschaft
zerstört, weil es ein Zentrum orthodoxen Widerstands gegen die Zwangsaktion
der Katholisierung Transsilvaniens durch den Uniatismus bildete. Während des
kommunistischen Regimes konnte unser Kloster sein Wirken fortsetzen, dank
des Geschicks und wahrscheinlich dank mancher Kompromisse, die der damalige
Abt mit der politischen Herrschaft geschlossen hat, damit die Mönche
ungestört leben konnten. So konnte gerade während dieses Regimes ein Pater
des Klosters sagen: „Wir leben hier im Kloster wie auf einer
kapitalistischen Insel, aber mögen die Kommunisten das nicht hören, denn sie
würden kommen und uns erobern“. Selbstverständlich war das nicht die
Situation aller Klöster. Viele von ihnen wurden geschlossen, sogar demoliert,
viele Mönche wurden im Jahre 1959 von ihren Klöstern vertrieben und
gezwungen, sich in die zivile Gesellschaft einzureihen, manchmal zu
erniedrigenden Bedingungen. Viele von ihnen befanden sich in Gefängnissen,
beschuldigt, gegen die sozialistische Ordnung konspiriert zu haben, nur weil
sie ihren Glauben an Gott offen geäußert hatten. Derselbe Pater – es geht um
den Archimandriten Teofil Părăian, ein bekannter und im ganzen Land
geschätzter Geistlicher Vater – sagte ab und zu, dass die meisten Menschen „gesellschaftlich
in der Religion, aber nicht religiös in der Gesellschaft leben“. Das sagte
er im Hinblick auf Leute, die sich als religiös betrachten, ohne demgemäß zu
leben, die einfach formell, kraft einer Tradition, Vorschriften, Bräuche
oder religiösen Ritualen folgen, weil es eben alle so machen. Als einer, der
53 Jahre im Kloster im Dienst Gottes und in einem permanenten Kontakt zu ihm
gelebt hat, ist Pater Teofil der Ansicht, dass die Leute, die nur behaupten
zu glauben, ohne diesen Glauben auch zu leben, nicht wirklich gläubig,
sondern ungläubig sind. Er verlangt mit Nachdruck eine tatsächlich
christliche Einstellung derer, die behaupten gläubig zu sein. Er verlangt,
dass sie sich so verhalten, wie es nur die Gläubigen kennzeichnet. Zum
Beispiel sollen die Gläubigen sonntags in die Kirche gehen, morgens und
abends beten, gemäß der Vorschriften der Kirche fasten, die Heilige Schrift,
besonders das Neue Testament, lesen. Er sagt: „Diejenigen, die nicht zur
Kirche gehen, zähle ich zu den Heiden“. Folglich, in Einklang zur gesamten
orthodoxen Tradition, ist Pater Teofil der Meinung, dass man tatsächlich
religiös in der Gesellschaft lebt, wenn man in allem, was man denkt, spricht
und handelt, sein Auge auf Gott hin gerichtet hat, auf den Willen Gottes
Rücksicht nimmt. Ich glaube, so könnten wir einen religiösen Menschen
charakterisieren: Ein Mensch, in dessen Leben Gott an erster Stelle steht,
ein Mensch, der eine permanente Beziehung zu Gott hat.
Der gegenwärtige
Rahmen
Im heutigen europäischen
Raum gibt es immer mehr Leute, die nicht an Gott glauben, oder nicht mehr
glauben, es gibt viele, die einen sehr schwachen Glauben haben, und auch
viele, die Gott sogar gegnerisch gegenüber stehen. In der Slowakei, zum
Beispiel glauben 60 % der Bevölkerung nicht mehr an Gott, in Ostdeutschland
glauben nur noch 30-40 %, also eine ähnliche Situation, die ein absolutes
Novum in der Geschichte darstellt. Es gab in der Geschichte noch nie eine
Situation, in der eine ethnische Gruppe, also ein ganzes Volk, die Mehrheit
nicht an Gott glaubender Menschen darstellt. Im Griechischen wird das Wort „Mensch“
durch „anthropos” (ἄνθρωπος) ausgedrückt, das „nach oben schauend”, „ano
athreein“ (ἄνω ἀθρέειν) heißt. Durch die Schöpfung ist der Mensch auf den
Himmel orientiert. Der hl. Basilius der Große sagt in einer seiner Homilien:
„Von allen Geschöpfen wurde nur der Mensch geschaffen, aufrecht zu stehen,
damit du auch von seiner Form erkennen kannst, dass dein Leben göttlicher
Herkunft ist. Denn alle Vierfüßler schauen zur Erde und sind gebeugt auf dem
Unterleib. Nur der Mensch hat seinen Blick bereit für den Himmel, damit er
sich nicht mit dem Unterleib noch mit dessen Passionen beschäftigt, sondern
dass er all seine Regung zu den Höhen hat” . Heute befinden wir uns leider
in der Situation, dass der Mensch so viel zum Unterleib schaut und so wenig
zu den Himmeln...
Bis ins 19. Jahrhundert war
es europäische kulturelle Tradition, dass das Leben im Allgemeinen vom
Christentum durchdrungen war. In diesem Jahrhundert tendieren die Menschen
dazu, das Christentum los zu werden. Von da an sprechen wir von einer
ständigen Verweltlichung der Kultur und des menschlichen Lebens, von einem
Versuch der Kultur, sich vom Christentum und der Religion zu befreien, ein
Prozess, der seinen Höhepunkt in der nichtchristlichen Kultur und
Gesellschaft unserer Tage erreicht hat.
Die gegenwärtige Konferenz,
die Tatsache, dass wir von „Atheismen“ und „Säkularisierung“ (Atheismus =
Gottlosigkeit und Säkurarisierung = Verweltlichung) sprechen, ist auch eine
Folge dieser traurigen Wirklichkeit, die im Osten und im Westen Europas
unterschiedliche Formen angenommen hat, Formen, welche eine gemeinsame Basis
haben, und zwar die Entfremdung des Menschen von Gott, so wie auch die
Mentalität, die von der Überzeugung des fortwährenden Fortschritts geprägt
ist. Seit der französischen Revolution glaubt der westliche Mensch an die
Idee, dass er durch ständigen Fortschritt ein sozial-politisches Paradies
schaffen könnte und projiziert dadurch auf die Gesellschaft eine
Vollkommenheit, die es eigentlich nur in Gott gibt. Im 19. Jahrhundert ist
die Überzeugung entstanden, dass der Fortschritt ein unvermeidliches
Entfalten sei. Es gibt eine deterministische Vorstellung, die besagt, dass
auf jede Entwicklungsetappe mit genauer wissenschaftlicher Präzision eine
andere folgt. Gleichzeitig aber ist die Industrialisierung auch
Säkularisierung. Während der alte Mensch in einer Welt lebte, in der das
Natürliche und das Übernatürliche zusammen gefügt waren, ist die
Industrialisierung ein rein historisches Gebilde, in dem der Mensch nur
seine Leistungen sieht. Und diese industrielle Etappe, von der man der
Ansicht ist, dass in sie die ganze Menschheit eintreten soll, bildet
gleichzeitig den Sieg der Säkularisierung.
Auch wenn mehr von Atheismus
im Osten und von Säkularisierung im Westen gesprochen wurde, sind es die
beiden Seiten derselben Medaille, die Äußerung derselben Glaubenlosigkeit.
Auf diese Idee wurde leider nicht verzichtet, nicht einmal nachdem die zwei
Weltkriege gezeigt haben, dass es sich um eine Utopie handelt, weil zwischen
dem authentischen religiösen Streben und dem Glauben an Fortschritt
Konfusion entstanden ist. Die Säkularisierung führte über einen längeren
Zeitraum zu einer Welt, in der die Sakralität, das Heilige, die Heiligkeit
nicht mehr wahrgenommen wird, oder fast keinen Platz mehr hat, zu einer Welt,
die nur sich selbst sieht, für welche der Himmel verschlossen ist. Papst
Benedikt XVI. hat im Rahmen des Treffens ad limina, am 10. November, in Rom
die erste Gruppe deutscher Bischöfe empfangen. Bei diesem Treffen sagte er
im Hinblick auf diese Situation, dass er „zusammen mit der ganzen westlichen
Welt die Situation einer von Säkularisierung gekennzeichneten Kultur erkennt,
in der es die Tendenz gibt, dass Gott immer mehr dem Bewusstsein der
Menschen verschlossen bleibt, in der der außergewöhnliche Charakter der
Person Jesu Christi verwischt ist, und die von der Kirche aufgebauten Werte
ihren Einfluss verlieren“.
Auf der anderen Seite nimmt
die Sehnsucht des einzelnen Menschen nach Sakralität andere Formen an. Es
entstehen Ideologien als falsche Religionen, wie es auch der Kommunismus war,
der einer total entsakralisierten Welt ein irdisches Paradies versprach, und
eine Art Selbsterlösung des Menschen, eine Erlösung durch eigene Kräfte in
streng materiellen Grenzen. Im Osten Europas äußerten sich die
Säkularisierung und die Entfremdung des Menschen vom Heiligen auf eine ganz
gewaltige Weise in der Form der Ideologien atheistisch-kommunistischer
Totalitarismen. Der vom kommunistischen Regime geförderte Atheismus wurde
als das soziale Ideal der menschlichen Gesellschaft beschrieben und au jede
Weise aufgezwungen, sogar durch Folterung oder Tötung derer, die Widerstand
leisteten. So wurde der Atheismus ein Substitut der Religion. Praktisch war
er die neue Religion, und der Leiter der Partei und implizit des Staates, „der
beliebteste Sohn des Volkes“, das allwissende „Genie“ war der Gott des
kommunistischen Systems. In diesem kommunistischen System gab es einen
gesellschaftlichen Materialismus. Heutzutage sind wir aber besonders mit
einem individuellen Materialismus konfrontiert, der sogar schlimmer für die
Seele des Menschen sein kann, weil der erste, indem er eine Solidarisierung
der Menschen erforderte, nicht so egozentrisch war. Eine andere
Äußerungsform des Bedarfs nach Sakralität in der westlichen Gesellschaft ist
der Boom der Importe von exotischen Religionen. Weil das Bedürfnis nach
Transzendenz in der säkularisierten industrialisierten Gesellschaft keinen
Platz mehr findet, rückt es in die Richtung des Okkultismus und der
nichtchristlichen Esoterik, was für das traditionelle Christentum eine
Warnung und eine Provokation sein muss.
Hier sollte noch daran
erinnert werden, dass es sogar in der christlichen Theologie verschiedene
Interpretierungen der Säkularisierung gibt. Manche davon, katholisch oder
orthodox, betrachten sie als eine Verweltlichung der Kultur, welche durch
das Eintreten in eine nichtchristliche Kultur endet. Mit dem Versuch aber,
das Christentum mit der Säkularisierung zusammen zu bringen, ist eine neue
Idee entstanden, besonders in der protestantischen Theologie, im
Zusammenhang mit der historisch-kritischen Auslegung der Bibel. Es handelt
sich um die Idee, dass die Säkularisierung eigentlich eine Fortsetzung des
Christentums sei, eine neue Äußerungsform und eine neue Art es zu verstehen.
Man geht hier von der Idee aus, dass auch das Christentum die ganze
Mythologie und die politeistischen Religionen des vorchristlichen Heidentums
säkularisiert hat. So verbreitete sich immer mehr der Gedanke, dass das
Christentum in keinem Gegensatz zur Säkularisierung stünde, sondern dass
diese die natürliche Fortsetzung dessen bilde, was im Keim schon im frühen
Christentum enthalten war. So – sagt die Theorie – war sogar der biblische
iüdisch-christliche Monotheismus eine Säkularisierung bezüglich der
religiösen vorchristlichen Landschaft, und wir befänden uns nun in einem
fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung dessen, was im Embryo des
Christentums schon enthalten war. Die Säkularisierung wäre auf diese Weise
die Hintergrundverarbeitung und die Realisierung des Christentums (siehe
Gogarten).
Die Wahrnehmung
einer traurigen Wirklichkeit –
gesellschaftlich in der Religion, im negativen Sinne
Wir sind uns alle einig,
dass sich unsere säkularisierte, atheistische Welt in einer Krise befindet.
Die Religion, welche bis zum 18.-19. Jahrhundert als ein sowohl
individueller als auch sozialer ständiger Bestandteil des Menschen gelebt
wurde, hat heute diesen Status ganz und gar nicht mehr, sondern sie ist
einer der Teile der Gesellschaft, mit eigener Struktur, ohne eine
spirituelle Sonderbedeutung zu haben. Sie ist einfach eine Erscheinung unter
anderen. Die Soziologie und die Hermeneutik betrachten und beurteilen die
Religion als ein gewisses gesellschaftliches Phänomen. Das ist
selbstverständlich eine andere Seite der Verweltlichung. Die Religion aber,
mitten in dieser generellen Verweltlichung, versucht sich der profanen
Mentalität anzupassen. Sie versucht zwischen anderen Weltanschauungen auf
Grund ihrer Rationalität einen eigenen Platz zu finden, genau wie die
anderen, und nicht auf Grund der göttlichen Offenbarung. Die Religion stellt
sich folglich vor als eine rationelle Art die Welt zu verstehen, genau so
wie die Natur- und Geisteswissenschaften, die Soziologie oder andere
Institutionen der modernen Welt. Die Christen verzichten auf die Offenbarung
und suchen nach rationellen Gründen, die ihnen ein Überleben neben den
anderen Institutionen in einer säkularisierten Welt garantieren. Es gibt
sogar eine Angst vor dem Heiligen. Weil der Zugang zum Heiligen für den
modernen Menschen immer schwieriger ist, versuchen die Vertreter der
Religion ihn nicht mehr zu betonen, sondern sekundäre Charakteristiken der
Religion hervorzuheben: Dass sie eine Sozialdoktrin hat und Sorge für den
Nächsten trägt, dass die das Benehmen der Menschen humanisiert oder für den
Frieden kämpft, ein Argument, das sehr viel von unserer rumänischen Kirche
während des Kommunismus verwendet wurde. Alle diese Elemente gehören
tatsächlich zum Christentum, aber sie rechtfertigen es nicht in seiner
Finalität, sondern sind mehr Teil seiner Methode als seinem Zweck.
Die Säkularisierung und die
Atheismen unserer heutigen europäischen Gesellschaften sind leider, wie wir
es schon bemerken konnten, nicht nur ein äußerlicher sondern auch ein
innerlicher Faktor des Christentums. Dieser Faktor verdankt seine Existenz
einer fehlerhaften, nichtchristlichen Denk- und Verhaltungsweise der
Christen selbst. Wenn wir heute, zum Beispiel, eine Gesetzgebung haben, die
einer christlichen Haltung fremd ist, so wurde sie von Christen beschlossen.
Wie ist man aber bei einem solchen Tatbestand angekommen?
Im 4. Jahrhundert, während
der Kämpfe zwischen Orthodoxen und Arianen, erinnerte der Hl. Basilius der
Große im Hinblick auf Taten, die in keinem Zusammenhang zu einer
christlichen Haltung stehen können, an die Worte des Heilands: „Und weil die
Missachtung von Gottes Gesetz überhand nimmt, wird die Liebe bei vielen
erkalten“ . Es ist sicher die Liebe zu Gott und den Menschen gemeint. Leider
haben die Christen die Religion zu oft instrumentalisiert, zu oft vergessen,
dass Jesus Christus kein Diskussionsgegenstand ist, sondern der Herr der
Welt, zu oft geglaubt, dass sie Gott etwas darbringen sollen, und vergessen,
dass Er sie selbst will. Alle Sünden der Christen, die Art auf falsche Weise
über Gott zu denken, indem man ihm aber fern bleibt, würde ich in die Worte
von Pater Teofil fassen: „Wir denken und agieren gesellschaftlich in der
Religion“. In Allgemeinen, gleichzeitig mit dem Ende der Verfolgungen hat
sich das Christentum zu sehr an die gesellschaftlichen Regeln angepasst. Die
Christen sind dieser Welt zu ähnlich geworden. Die Lehre und das christliche
Ethos haben die Denk- und Verhaltensweise der Christen nicht mehr
durchgeformt, nicht mehr determiniert. Es genügt hier an die Kämpfe zu
erinnern, welche die Christen gegeneinander geführt haben. Sie haben
einander getötet, im Namen Gottes der Liebe, und „verkündet“ die Liebe
Gottes mit den Waffen des Todes. Man hat versucht das Reich Gottes zu
materialisieren, es mit Mitteln des Menschenreiches aufzubauen. Die Christen,
statt Gott ähnlich zu werden, verzerrten das Bild Gottes gemäß ihrer
profanen Denkweise.
Und diese Haltung der
Christen hatte schlimme Folgen. Erstens konnten sie selbst nicht mehr an
ihre Verkündigung glauben, weil sie anders lebten. Also haben sie sich
zuerst selbst säkularisiert. Ihre Liebe zu Gott ist ganz erkaltet oder sogar
verschwunden. Zweitens verloren die Christen ihre Glaubwürdigkeit vor den
Nichtchristen. Das Ergebnis sehen wir heute. Unter dem Einfluss des un- oder
sogar antichristlichen Milieus sind die Christen orientierungslos. Sie
können nicht mehr christlich denken und agieren. Bewusst habe ich die
Verwendung des Wortes „Entchristlichung“ vermieden. Warum? Weil wir bewusst
sein sollen, dass Jesus Christus bei uns ist, „alle Tage bis ans Ende der
Welt“ . Er ist der Herr der Welt und der Gebieter des Alls, und wir müssen
versuchen ihn wieder zu sehen und zu erkennen. Unser Problem ist, die
Situation nicht mehr nur im Hinblick auf das Materielle und Rationelle zu
beurteilen, sondern wir müssen lernen, die Offenbarung Gottes wieder zu
erkennen.
Die echte
christliche Perspektive
Bei einem kurzen Blick in
das Alte Testament, besonders in die Bücher der Propheten, kann man bemerken,
dass die ganze Geschichte des Volkes Israel von Gott nach einem bestimmten
Plan und mit Blick auf das Verhalten der Menschen gelenkt wurde. Gott,
könnten wir sagen, änderte seine Pläne auf Grund des guten oder schlechten
Verhaltens der Israeliten. Im Buch der Apostelgeschichte, wo das Leben der
ersten Christen beschrieben ist, wird alles, was in der frühen Kirche
geschah, als Teil des göttlichen Plans dargestellt. Das ist die christliche
Art und Weise die Dinge zu betrachten. Im Zusammenhang mit der aktuellen
europäischen Situation stellt ein rumänischer, auf dem Atos lebender Mönch,
der Archimandrit Petroniu Tănase, der Abt der rumänischen Skiti Prodromul,
die Situation wie folg dar: Mit einfacher, christlicher Klarheit sagt er,
dass Gott erlaubt hat, dass das europäische Christentum im Osten und im
Westen zwei große Prüfungen erleide. Im Westen, in der kapitalistischen
Konsumgesellschaft, wurden die Christen durch die Versuchung des Genusses,
des Wohlstandes geprüft. Vor dieser Versuchung zeigten sie sich schwach,
indem sie oft die christlichen Prinzipien um des Wohlstandes willen beiseite
gelassen haben. Diese Versuchung führte zu dem, was wir nun säkularisierte
Welt nennen. Das östliche Christentum wurde durch Leiden von den
atheistischen, kommunistischen Systemen geprüft. Aus dieser Prüfung ging er
in großem Maße siegreich, verstärkt hervor. Der Beweis? Erstens die Schar
der Neumärtyrer, welche wahrscheinlich allein in Russland bei weitem die
Zahl der Märtyrer, die es im Christentum in den ersten vier Jahrhunderten
während der Verfolgungen gegeben hat, übersteigen. Zweitens, infolge der
durch diese Synergie oder durch das Zusammenwirken so vieler Märtyrer und
Bekenner von Gott gewonnenen Gnade, bemerken wir den religiösen Aufschwung
nach dem Fall des Kommunismus. Das wird ganz besonders offenbar in Russland
und in Rumänien, wo sehr viele neue Kirchen aufgebaut werden, und die Zahl
der Klöster und der Mönche und Nonnen steil angestiegen ist .
Ich würde sagen, wenn ich
die Darstellung von Pater Petroniu fortsetzen darf, dass nun, durch die
Annäherung und den Eintritt mehrerer Länder mit orthodoxer Mehrheit in die
Europäische Union, Gott seinen Plan weiter führt. Auf der einen Seite
empfängt der Westen einen neuen Atem. Wenn am 1. Januar 2007, Bulgarien und
Rumänien der Union beitreten, wird diese um rund 30 Millionen orthodoxer
Christen reicher werden. Auf der anderen Seite, auch als Teil dieses
Prozesses, wird nun immer mehr auch der Osten durch die Erfahrung des
Genusses geprüft. Und ich glaube, dass nur wenn die Christen voneinander
lernen, werden sie die neuen Prüfungen und Hindernisse, die ihnen
bevorstehen, bewältigen können.
Aber wissen wir wirklich,
wie Gottes Plan aussieht? Eigentlich nicht. Wir sollen jedoch versuchen, bei
allem auch den Willen Gottes zu erkennen. Sicher ist nur, dass in
Wirklichkeit im Osten sowohl als im Westen die Menschen von der Leiter
fallen, die zu Gott führt.
Religiös in der
Gesellschaft leben
Wie man es schon bemerken
konnte, ist die Orthodoxie geneigt das Geschehen mehr im Zusammenhang mit
Gott als mit der Gesellschaft zu beurteilen. Sie hat als zentrale Sorge die
Erlösung des Menschen, nicht dessen Fortschritt. Gemäß der biblischen Lehre
und des authentischen Christentums sollen wir nicht aus der Gesellschaft
irgendwohin an ihren Rand flüchten, sondern wir müssen diese Gesellschaft,
die ganze Welt, in deren Mitte wir leben, erneuern und umwandeln. Dietrich
Bonhoeffer hat in seiner „Ethik“ die folgenden prophetische Worte
geschrieben: „Der Raum der Kirche ist nicht dazu da, um der Welt ein Stück
ihres Bereiches streitig zu machen, sondern gerade um der Welt zu bezeugen,
dass sie Welt bleibe, nämlich die von Gott geliebte und versöhnte Welt… Die
Kirche kann ihren eigenen Raum auch nur dadurch verteidigen, dass sie nicht
um ihn, sondern um das Heil der Welt kämpft. Andernfalls wird die Kirche zur
‚Religionsgesellschaft’, die in eigener Sache kämpft, und damit aufgehört
hat, Kirche Gottes in der Welt zu sein“ .
In der orthodoxen Tradition
sind Kirche und Gesellschaft fast synonym. Die Kirche ist Gesellschaft, und
die Gesellschaft in ihrer vollendeten Form ist Kirche. Die Kirche ist aber
eine Gesellschaft der Vergöttlichung, wie der hl. Gregorios Palamas sagt.
Die Kirche ist eine eschatologisch orientierte Gesellschaft, die alle sich
in Einheit mit dem dreieinigen Gott sich befindenden Menschen umfasst.
Hier müssen wir die Tatsache
berücksichtigen, dass im Griechischen das Wort „Geselschaft“ durch „koinonia“
(κοινωνία) ausgedrückt wird, dessen erste Bedeutung „Kommunion“ ist. Zum
Unterschied aber zum lateinischen „societas“ oder dem deutschen „Gesellschaft“,
drückt das griechische „koinonia“ eine Einheit, eine viel tiefere Beziehung
aus, und wird nur im positiven Sinn gebraucht, während „societas” und „Gesellschaft”
auch für negative Tatbestande verwendet werden. Dasselbe griechische Wort
wird auch für die heilige Kommunion, „theia koinonia” (θεία κοινωνία)
gebraucht. Im Deutschen und in den lateinischen Sprachen werden hier Wörter
verwendet, die vom lateinischen „communio“ abgeleitet sind und jene tiefe
Beziehung wie „koinonia“ ausdrücken. Gemäß dem griechischen Wort „koinonia“
gibt es wirkliche Kommunion (Gesellschaft) nur dann, wenn sich die gleiche
Sache gleichzeitig auf zwei Seiten sich befindet, zu zwei Subjekte gehört.
Wenn das nicht gleichzeitig geschieht, kann nicht die Rede von Kommunion
sein. Zwei Bewohner eines Hauses, zum Beispiel, sind keine Mitbewohner, wenn
sie die Wohnung nacheinander bewohnen.
Echte Kommunion kann es aber
nur in Christus geben, weil nur Er gleichzeitig seinen Leib und sein Blut
mit den Gläubigen teilt. Christus, in dessen Leib alle Gläubigen erfasst
sind, ist von denselben nicht getrennt, sondern er bleibt ständig mit ihnen
vereint, sagt der hl. Nikolaos Kabassilas . Als göttliche und menschliche
Gesellschaft/Kommunion beinhaltet die Kirche die Gesellschaft/Kommunion der
Menschen untereinander und auch mit Gott. Die Gesellschaft/Kommunion der
Menschen findet ihr Fundament und ihre Vollendung in der Gesellschaft/Kommunion
mit Gott. In letzter Analyse ist das Mysterium der Kirche Mysterium der
wahren Gemeinschaft. Gott entäußert sich und nimmt den Menschen im Leben der
dreifaltigen Göttlichkeit auf. Die Teilnahme am Leben der Heiligsten
Dreifaltigkeit ist zugleich Teilnahme am Leben der Liebe, weil Gott liebe
ist. Und er ist Liebe in dieser trinitarischen Hypostase, als eines Wesens
und ungeteilte Triade der Personen, denn es gibt nichts, was eine der
Personen hätte und die anderen nicht. Unterschied zwischen den Personen gibt
es nur in dem, was ihre Eigenschaften betrifft. In Gott gibt es nur Liebe,
Liebe in Fülle, die den Menschen zur Nachfolge und Kommunion der Lieben ruft:
„Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin,
sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt
hast“ . Kenzeichen der christlichen Liebe ist, dass sie uneigennützig ist.
Und eine solche opferbereite Liebe kann nur im Masse der Teilnahme an der
göttlichen Liebe vorhanden sein, als ihre Nachahmung. Sie kann folglich nur
in der Kirche gefunden werden, wo der Mensch reichlich die Gaben der
Auferstehung empfängt und als Glied des Leibes Christi leben darf.
Die Kirche ist eine
Offenbarung des Reiches Gottes in Zeit und Raum. Durch die Teilnahme an der
Kirche nimmt der Mensch an der Gnade des Heiligen Geistes teil. Dies aber
geschieht nicht mechanisch, sondern durch das Mitwirken des Menschen, durch
die Übung der Tugend. Mit der Gnade Gottes und dem Mitwirken des Menschen
wird das Leben des Menschen geistlich, und das geistliche Leben gibt es nur
in Verbindung mit dem gesellschaftlichen Leben, denn das echte
gesellschaftliche Leben ist nicht autonom, sondern es stellt eine Dimension
des geistlichen Lebens dar. Im gesellschaftlichen Leben bewahrheitet oder
verleugnet sich folglich das geistliche Leben der Gläubigen. Mit dem
gesellschaftlichen Leben offenbart sich seine Existenz oder Nichtexistenz.
So hat alles seinen Ausgangspunkt im geistlichen Leben .
Die Kirche hat göttliche
Herkunft und Finalität. Gleichzeitig bleibt sie in der Welt und lebt vereint
mit der Welt. Der personale Charakter des Lebens und der Lehre der Kirche,
so wie auch die Liebe, die die christliche Verkündigung zusammenfasst und
die sich zuerst auf personaler Ebene äußert, können der Gerechtigkeit
gegenüber nicht gleichgültig bleiben, welche so notwendig für eine richtige
Beschaffenheit der Gesellschaft und derer Organismen ist. Dementsprechend
kann die Kirche der sozialen Problematik, die so eng mit der Liebe für den
Nächsten verbunden ist, nicht fern bleiben, aber sie hat als Hauptziel die
Erlösung des Menschen und nicht irgendeinen gesellschaftlichen Fortschritt.
Die Orthodoxie stellt ins Zentrum die Sorge für die Erlösung des Menschen
und kümmert sich um viel mehr als nur um seine sozialpolitische und
historische Situation, ohne diese aber zu vernachlässigen.
Gesellschaftlich
in der Religion, im positiven Sinne, leben
Der Schmerz des Paters
Teofil, dass die Menschen gesellschaftlich in der Religion leben, ist nicht
ganz gerechtfertigt. Weil die Kirche selbst eine Gesellschaft der an
Christus Glaubenden ist, welche sich inmitten der Gesellschaft dieser Welt
befinden, sind ihre Mitglieder soziale Wesen, die zu Beziehungen und
Kommunion geschaffen wurden. Gott selber hat gesagt: „Es ist nicht gut, dass
der Mensch allein bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht”
. Durch die Creation ist also der Mensch zu gesellschaftlichen Beziehungen
determiniert. Ferner wird im Griechischen das Wort „Person“ durch „prosopon“
(πρόσωπον) wiedergegeben, das aus den Worten „pros” (πρός) und „opsin” (ὄψιν),
zusammengestellt ist und „zum Schau“ heißt. Demzufolge ist eine Person
wirklich Person nur dann, wenn sie mit anderen Personen in Verbindung kommt,
andere Personen sieht und von ihnen gesehen wird. Als Christen können und
dürfen wir nicht anders als gesellschaftlich leben; also leben wir auch in
der Religion gesellschaftlich. Das Problem ist aber, wir sollen nicht nur
gesellschaftlich in der Religion leben, sondern unser Verhalten in der
Religion soll von unserem Glauben bestimmt werden.
In der orthodoxen
Vorstellung, erfüllt die Kirche ihr Werk, indem sie den ganzen Kosmos zu
seiner richtigen Beschaffenheit führt. Ihre Existenz wird nicht durch
soziale Maßnahmen, oder die Lösung der gesellschaftlichen Probleme
gerechtfertigt, sondern durch die Teilhabe an der Gnade Gottes und die
Vervollkommnung des Menschen, der Gott ähnlich werden soll. Ihr Beitrag
bezieht sich mehr auf die Personen, die sie verklärt, als in den Dingen, die
sie schafft. Sicher hat die Orthodoxe Kirche im Bereich der Sozialassistenz
von der Katholischen und der Evangelischen Kirche viel zu lernen. Was sie
ihnen geben kann, ist ihr Vorgehen die Sachen zu ordnen, indem sie Gott in
Zentrum stellt. Und das macht sie im Besonderem durch ihre Göttliche
Liturgie, die ihre Vollendung in der Heiligen Kommunion findet: Also mit der
Teilnahme aller am Leib und Blut Christi, mit der Einigung aller in Christus.
Auf diese Weise wird die menschliche Gesellschaft/Kommunion zu einer
göttlichen Kommunion, sie wird zur Kirche .
Um alles auch mit einem Wort
von Pater Teofil zusammen zu fassen, das er auch oft wiederholt: „Wenn Gott
in deinem Leben nicht an der ersten Stelle steht, dann ist er nicht an der
Stelle, die ihm gehört“. Hier ist das Problem. Wenn Gott in unserem Leben
nicht die erste Stelle einnimmt, oder wenn seine Stelle von anderen Göttern,
sei es der Fortschritt, die Technik, der Sport, die Wissenschaft, der
Wohlstand oder verschiedene Ideologien, eingenommen wird, dann verliert
alles seinen richtigen Platz, und es entsteht das Chaos, das wir um uns
leicht feststellen können. Wenn Gott aber die erste Stelle in unseren
Gedanken und in unserem Verhalten einnimmt, dann findet alles seinen
richtigen Platz.
Statt Schluss:
ein Wort des Mönchs
Am Anfang habe ich gesagt,
dass ich auch als Mönch spreche. Der Mönch scheint beim ersten Blick
egoistisch zu sein, es scheint als ob ihn seine Mitmenschen, die
Gesellschaft, die Welt nicht interessieren würden, als ob er sich nur um
sich kümmere. Und eine solche Haltung ist der Gesellschaft unserer Tage
fremd, in der so viel über Liebe, Kommunikation, Vereinigung, Mitarbeit,
Globalisierung, usw. gesprochen wird. Dass der Mönch nicht verstanden wird,
kann man gut in der westlichen Gesellschaft erkennen, in der die meisten
Klöster mit dem Problem konfrontiert werden, kaum noch Nachwuchs zu haben.
Unsere Gesellschaft
beurteilt das leider oberflächlich. Evagruis Pontikos, ein Mönch des 4.
Jahrhunderts aus der Provinz Pontus (in Norden der heutigen Türkei), sagte:
„Mönch ist der, der sich von allen getrennt hat und sich mit allen vereint
hat“ . Die wirkliche Universalität, die echte Vereinigung, kan nur von
universellen, innerlich vereinten Menschen realisiert werden. Innerlich
zerbrochene Menschen können keine echte Kommunion schaffen, weil alles, was
sie tun, das Siegel ihrer innerlichen Verwüstung und ihrer seelischen Kämpfe
trägt. In der Einsamkeit heilt der Mönch zuerst seine eigenen Wunden. Durch
ausgedehnte asketische Übungen, durch die Bemühung den Egoismus, der so sehr
in der heutigen Welt gepflegt wird, los zu werden, durch die Pflege der
leidenschaftfreien Liebe, versucht der Mönch immer Gott ähnlicher zu werden.
Und der Mensch der Gott ähnlich geworden ist, ist wirklich ein universeller
Mensch, fähig zur wahren Liebe, zur Kommunion und Einheit.
Der Mönch entzieht sich mehr
dem Bösen der Welt, damit er, zuerst, mit den Waffen des Geistes, das Böse
in seinem Inneren überwindet. Wir können von ihm lernen, das Böse in unserem
Innern zu besiegen, weil die wahre Liebe, die Kommunion und die Einheit im
Herzen einer jeden Person geboren werden und leben. Mögen wir diese Werte
gewinnen und die ganze Welt mit ihnen bereichern.
Sofian von Kronstadt Weihbischof