ORTHODOXEs KIRCHENZENTRUM MÜNCHEN

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Am 27. Dezember fand die erste Taufe im Baptisterium statt, das im Kreuzsaal unseres Kirchenzentrums errichtet und in diesem Sommer fertiggestellt wurde. Das Baptisterium (Ort für die Taufe, vom griechischen baptizo-βαπτίζω = taufen) wurde gebaut, weil in der deutschen Gesellschaft die Zahl der Ungetauften ständig wächst. Solche Menschen kommen entweder mit dem Wunsch nach einer Eheschließung mit einem orthodoxen Partner/einer orthodoxen Partnerin, aufgrund einer inneren Suche oder als Kinder konfessionell und/oder ethnisch gemischter Paare, die nicht im Kindesalter getauft wurden, zu uns. Dies war auch der Fall bei den beiden Kindern, die am dritten Weihnachtstag getauft wurden, Anastasia und Michael, deren Eltern aus Weißrussland stammen. Sowohl sie als auch ihre Eltern nahmen zunächst an der Taufvorbereitung teil und freuten sich dann, im Rahmen einer Zeremonie und in einem der Heiligen Taufe würdigen Rahmen getauft zu werden.

Das Baptisterium wurde speziell dafür konzipiert, einen Raum zu bieten, in dem das Mysterium der Taufe für diejenigen, die das Kindesalter überschritten haben, in einem feierlichen, warmen und der Größe des Mysteriums würdigen Raum vollzogen werden kann, dessen Bedeutung besser zur Geltung kommt, genau wie es in der Kirche der ersten christlichen Jahrhunderte praktiziert wurde. Willkommen sind auch Personen aus anderen Gemeinden, die in ihren Kirchen keine geeigneten Bedingungen für die Erwachsenentaufe haben, um hier die Heilige Taufe zu empfangen.

Jetzt, da das Baptisterium in Betrieb genommen wurde, möchten wir noch einmal allen danken, die an seiner Realisierung beteiligt waren, vom Entwurf bis zur Fertigstellung des Zeltes, das es so besonders schön und einzigartig macht. Was die Planung betrifft, möchten wir die Büros PRODID und SPAZIO A+A in Bukarest erwähnen, insbesondere Herrn Architekt Dr. Matei Eugen Stoean. Die Bauunternehmen, die den unteren Teil des Baptisteriums (das Becken) realisiert haben, sind die Firmen CONCELEX und ARAGON Bukarest. Der obere Teil (das Zelt) wurde ebenfalls von Architekt Dr. Matei Eugen Stoean entworfen, die Zeichnungen für die Leinwände stammen vom Künstler Ștefan Câlția, der sie für unser Kirchenzentrum geschenkt hat. Der Metallrahmen des Zeltes wurde von der Werkstatt „ALTAX” hergestellt, der Siebdruck der Leinwände von der Werkstatt „Codobatură”, die Malerei in der Kuppel von Toma Chituc, die Schneiderarbeiten von Măndel Nițu und die Patina von Arthur & Gențiana Bota. Finanziell wurde der Bau der Infrastruktur maßgeblich vom Verein „Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V.” in München sowie von unseren Gemeinden in Dortmund, Kassel, Leipzig und Tübingen unterstützt. Der Überbau wurde größtenteils vom rumänischen Staat über das Departement für die Rumänen im Ausland, aber auch durch Spenden von Gläubigen aus München und der gesamten Erzdiözese finanziert.

Wir danken allen, die an der Verwirklichung dieses Baptisteriums beteiligt waren, und hoffen, dass es mit der Zeit zu einem Ort der Verbreitung der Frohen Botschaft der Erlösung durch Jesus Christus, den menschgewordenen Sohn Gottes, und des Wirkens im Dienste dieser Erlösung wird.

Mit Dankbarkeit und Freude,

+ Bischof Sofian