DAS NEUE KIRCHENZENTRUM MÜNCHEN

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Brüder und Schwestern in Christus,

Erneut habe ich die Freude, Ihnen ein paar Zeilen zu schreiben, und zwar anlässlich der Übermittlung der Spendenbescheinigungen für das Jahr 2025. Wie im letzten Jahr wurden auch die Spendenbeträge an die Metropolie zusammengerechnet, insbesondere für das Projekt „Stipendien für arme Kinder aus Moldawien”. Im Folgenden möchte ich Ihnen einige Informationen zu unserem Kirchenzentrum in München geben.

1. Erfolge des vergangenen Jahres

Im Jahr 2025 ist uns unser Kirchenzentrum immer stärker zu einer Heimat geworden, in jeder Hinsicht, und für unsere Gemeinde zum Mittelpunkt und Herz, mehr noch: zu einem Zuhause für alle Rumänen nicht nur in München, sondern in ganz Bayern, und damit für alle Orthodoxen zu einem Ausdruck unseres spirituellen Erbes. Wer hierherkommt, fühlt sich wie zu Hause, wie bei seiner geistlichen Familie, an einem Ort, an dem er Hilfe von Gott und seinen Mitmenschen, Kraft und Sinn für sein Leben erhält. Dieses Geschenk ist jedoch nicht nur zu unserem Wohl und Nutzen, sondern dient auch für die Generationen, die weiterhin in diesem Teil Europas leben werden. Das Kirchenzentrum als Heimat legt, ohne zu sprechen, Zeugnis ab – und wird dies durch Gottes Gnade auch weiterhin tun – in dieser Stadt, in dieser Welt, von dem, was wir sind, es verkündet unseren orthodoxen christlichen Glauben und allgemein, unsere Werte. Für uns Rumänen ist es ein Anker, ein Turm der Identität, und die Gruppen und Personen, die es besuchen, entdecken hier einen Ausdruck der rumänisch-christlichen Seele in ihrer schönsten Form.

Die Bau- und Verschönerungsarbeiten am Anwesen wurden auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Es handelt sich dabei um sehr anspruchsvolle Anstrengungen, die viel Zeit und zahlreiche personelle und materielle Ressourcen in Anspruch genommen haben. Die Möblierung der Räumlichkeiten in den Gebäuden wurde abgeschlossen, und es wurden viele Verbesserungen der Anlagen durchgeführt. Im Kreuzsaal wurde der Ziegelboden geschliffen, imprägniert und versiegelt, und im westlichen Teil des Saals wurde das Baptisterium fertiggestellt. Wir haben nun einen Raum, der dem in alten Kirchen ähnelt, wo Erwachsene und zur Taufe kommen, das Heilige Mysterium der Taufe in einer Weise empfangen können, die ihrer Größe und Symbolik würdig ist. Wie diejenigen, die uns öfter besuchen können, festgestellt haben, erwiesen sich die Reparaturen und Verbesserungen an Blechelementen (Zäune, Tore, Kerzenständer, Fallrohre, Vordächer) als sehr kostspielig. Wir hatten einen jungen Fachmann, Marius Dobrea, und haben versucht, mit seiner Hilfe viele der notwendigen Arbeiten zu erledigen. Im nord-östlichen Teil der Klosteranlage, in der Nähe des Spielplatzes, wurde ein Bereich geschaffen, in dem wir die Werkzeuge reinigen können, der Zaun wurde erneuert und die Mauer der Klosteranlage in diesem gesamten Bereich wurde mit einem wasserabweisenden Schutz versehen. In der Kirche wurde die Metalltreppe zur Empore erneuert und die gesamte Wand des Treppenhauses verputzt, sodass sie für die Malerei vorbereitet ist. Viele dieser Arbeiten wurden von unserem Maler Daniel Grigorciuc koordiniert. Aus diesem Grund gingen die Malerarbeiten an der Kapelle langsamer voran. Wir werden sie jedoch in diesem Jahr intensiver fortsetzen. Einige der 52 Heiligen am unteren Teil der Kuppel müssen noch bemalt werden. Anschließend werden die 24 Medaillons am Fuß der Kuppel bemalt, danach geht es weiter mit dem unteren Teil der Kapelle (die vier Wände unter der Kuppel).

Im vergangenen Jahr konnten wir im Sommer die Göttliche Liturgie in der Kirche feiern, während im Kreuzsaal Arbeiten durchgeführt wurden. Wir hatten die Freude, in der Kirche am 14. September auch das erste Patroziniumsfest zu feiern. Nach der Rückverlegung der Gottesdienste in den Kreuzsaal wurde mit der Abdeckung des Fußbodens in der Kirche begonnen, um ihn während des Verputzens und anschließenden Bemalens zu schützen.

2. Aufruf zur Unterstützung der Arbeiten und Aktivitäten im Kirchenzentrum

Dieses Jahr werden wir versuchen, mehrere im letzten Jahr begonnene Arbeiten abzuschließen und die Bemalung der Klosterkapelle fortzusetzen. Andere Arbeiten können wir uns jedoch nicht leisten, da die bisherigen unsere Ressourcen erschöpft haben. Das alles, was wir zum Wohle der gesamten Gemeinde durchführen, erfordern natürlich einen angemessenen personellen und finanziellen Beitrag. Konferenzen, Seminare für Jugendliche und Erwachsene, Religions- und Katechismusunterricht, kulturelle Veranstaltungen, philanthropische Aktionen – all diese Veranstaltungen zum Wohle möglichst vieler Menschen, sind mit einem hohen personellen und materiellen Aufwand verbunden. Je vielfältiger, zahlreicher und qualitativ hochwertiger sie sind, desto größer ist der Investitionsbedarf. Ich habe bereits im letzten Jahr geschrieben, dass unsere aktuellen Schulden für den Bau des Kirchenzentrums gegenüber der Bank und Privatpersonen bei etwa 2 Millionen Euro liegen. Im vergangenen Jahr sind die Schulden bei der Bank zurückgegangen, aber wir haben weitere private Kredite aufgenommen, um die Arbeiten fortsetzen zu können. Wie ich damals geschrieben habe, haben wir je nach Umfang der Arbeiten monatliche Ausgaben von durchschnittlich 70.000 bis 80.000 Euro.

Aus diesem Grund sind wir allen dankbar, die uns unterstützen, sowohl durch monatliche als auch durch gelegentliche Spenden. Wir bitten Sie, auch anderen von der Bedeutung dieses Ortes zu erzählen und sie zu ermutigen, das hier Geschaffene zu unterstützen. Ebenso bitten wir diejenigen, die Teil unserer Gemeinde werden möchten, monatliche Mitgliedsbeiträge und/oder Spenden zur Unterstützung der Bauarbeiten zu leisten. Nur wenn sich möglichst viele Menschen dazu verpflichten, können wir wirtschaftlich bestehen und vorankommen.

3. Lasst uns gemeinsam als Volk Gottes wachsen!

Letztes Jahr haben wir auch das 100-jährige Bestehen des rumänischen Patriarchats (1925-2025) gefeiert. Zu diesem Anlass wurde auch die Nationalkathedrale in Bukarest geweiht. Uns allen wurde ihre besondere Bedeutung für die Kirche, für unser Volk und unser Land bewusst. Spirituell-kulturelle Bauwerke (Klöster, Kathedralen) drücken den Glauben, die Kultur und die Lebensauffassung ihrer Schöpfer aus und beeinflussen das spirituelle Leben ihrer Nachkommen über Jahrhunderte hinweg.

Im vergangenen Jahr wurden 20 Geistliche und Bekenner unseres Volkes heiliggesprochen. In diesem Jahr wurden außerdem 16 rumänische Frauen heiliggesprochen. Das ist eine große Freude und Ermutigung für uns. Wir sind das, was wir sind, auch dank des Lebens und der Bemühungen dieser Heiligen und anderer unserer Vorfahren. Wir sind, wie sie, dazu berufen, nach Gottes Ordnung zu leben, wie es uns die Kirche lehrt, mit der Freude und Hoffnung auf die Auferstehung, in Gemeinschaft mit dem Dreieinigen Gott, mit Christus, mit der Mutter Gottes und mit den Heiligen, unter denen sich immer mehr auch aus unserem Volk befinden. Unsere Freude, mit Gott zu sein, nach der von ihm vorgegebenen Ordnung zu leben, wird auch Nahrung und Anker für die Kinder sein, die in unserer Mitte aufwachsen und das lieben und ehren werden, was sie bei uns miterleben, genauso wie auch wir das ehren und lieben, was unsere Eltern und Vorfahren geliebt haben.

4. Dankbarkeit gegenüber Gott und den Menschen

Wir danken Gott für das große Geschenk, das er uns mit der Errichtung dieser Siedlung gemacht hat. Wir danken insbesondere den Geistlichen und ihren Familien, den Nonnen unseres Klosters, den Beratern des Kirchenzentrums, den Koordinatoren und allen, die an den verschiedenen Tätigkeitsbereichen unseres Zentrums beteiligt sind. Außerdem danken wir Ihnen allen, die dieses Werk, diese besondere Mission, weiterführen. In diesem Sinne übermittle ich Ihnen auch den Dank Seiner Eminenz, Metropolit Serafim, für die Unterstützung der Projekte unserer Metropolie, insbesondere des Projekts „Stipendien für arme Kinder in Moldawien”, sowie den Dank unseres Wohltätigkeitsvereins „Hl. Basilios – Christliche Nächstenhilfe” für die Unterstützung ihrer Aktivitäten.

5. Wünsche zu Beginn der Fastenzeit


Da wir in Kürze die gesegnete Große Fastenzeit beginnen werden, wünschen wir Ihnen allen, gemeinsam mit dem gesamten Klerus und den Nonnen unseres Klosters, dass diese Zeit für Sie eine Gelegenheit zur spirituellen Weiterentwicklung und zur Annäherung an Gott und den Mitmenschen sein möge. Lasst uns Gott so viel Platz wie möglich in unserem Leben einräumen! Dies wird uns Erfüllung, Frieden und Freude hier in dieser komplizierten Welt und Licht und Gemeinschaft im ewigen Leben bringen.

Christus ist auferstanden!

Weihbischof Sofian von Kronstadt